Männer-
gesangverein

St. Gregorius

Eschweiler-Röhe

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Karnevalistisches Wurst-Essen 2009

Fotoalbum

Auch in diesem Jahr wollen wir liebgewonnene Tratitionen pflegen und laden recht herzlich zu unserem „Wuesch-Eiße“ ein, das in diesem Jahr unter dem Motto
Enne Heidenspass on Bieje vam Fass“ (Ein Heidenspass und Bierchen vom Fass).

Wie in den vergangenen Jahren werden viele talentierte Büttenasse aus den eigenen Reihen und natürlich auch der Chor eine stimmungsvolle Karnevalssitzung auf die Beine stellen.

Wir haben auch hohen Besuch eingeladen: wir erwarten den diesjährigen
Prinzen Stefan I. und seinen Zeremonienmeister Dieter
.

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Teuflischer Ritt durch die Welt der Kriche

Nicht aus der Bütt, sondern aus der „Klütte“erklingen beim Wuesch-Eiße in Röhe die Büttenreden

Bericht der Eschweiler Nachrichten von Dienstag, 10. Februar 2009

Rüh. Während anderswo in diesen karnevalistischen Tagen die Redner reihenweise in die Bütt steigen, eroberten die Meister des närrischen Wortes in Rohe die Klütte, und mit ihren Darbietungen in eben dieser die begeisterten Fastelovendjecke im Sturm. Zum traditionellen „Wuesch-Eiße“ lud der Männergesangsverein (MGV) St. Gregorius Eschweiler-Röhe - die so genannten Klütten - ins Jugendheim an der Aachener Straße. Die Klütte ist ein großes Schnapsglas, für das die Sänger vor Jahren im Ort bekannt waren. Heute sind die benutzten Gläschen auf den Tischen zwar etwas kleiner geworden dafür waren die Vorträge aus der überdimensionalen Bühnen-Klütte um so großartiger.

Den Start machte nach dem fröhlichen Einmarsch des MGV und einer herzlichen Begrüßung durch den Vorsitzenden Heinz-Willi Schiffeler der Finanzminister des Chors, Hans von Reth. „Enne Heidenspass“ verbreitete er mit nicht ganz frommen Geschichten aus dem Himmelreich. Teuflisch gut sein mit Pointen gespickter Ritt durch die Kirchenwelt. Als er schließlich bei der Tauffeier von Franz Beckenbauers neuestem Spross landete und Oli Kahn in alter Torwartmarnier das vom Taufbecken herabfallende Kindlein mit reaktionsschneller Hechtparade rettete - inklusive folgendem Abschlag -, stieg die erste Stimmungsrakete in den Röher Nachthimmel.

Weiter ging es im abwechslungsreichen Programm mit „enne nöej Sänger“. Notenwart Dieter Glasener erzählte von seiner Jugend und wie er als Sprössling des diebischen Geschlechts „Auf und Davon“ schließlich nach Röhe kam. Musikalisch landeten dann die „De Jonge“ (Michael Block und Stefan Minge) mit schwarzen Sonnenbrillen und Liedern zum Mitschunkeln einen Volltreffer. Dr. Holger Thülen begleitete das Duo auf dem Akkordeon.

Bevor Prinz Stefan I. mit seinem Gefolge den Röher Klütten einen fulminanten Besuch abstattete, ließen sich noch die „Zwei Traatsch Wiieve“ Leni Dohmen und Beate Kück über die neuesten (Achselhaar-)Frisurentrends und sonstige modische Wagnisse und Fehltritte aus.

Eschweilers Narrenherrscher punktete mit seinem Lied „Ich bruch keene Dom“ beim Röher Völkchen. „Dat maat mich rischtisch Spass he!“ fühlte sich der Regent pudelwohl bei den Klütten. Kein Wunder, schließlich gab es für Stefan I. auf der Suche nach Süßigkeiten sogar Schokolädchen von seinen närrischen Untertanen.

Beim anschließenden Radio-Mix des Chors unter Leitung von Helmut Lausberg sang dann der ganze Saal mit, bevor die zwei „Schwadschnüsse“ Renate Kleinert und Uschi Minge die Menge aufmischten. Ob die Gesangseinlage der „60-Plus-Kombo“ (Helmut Braun, Hans von Reth, Heinz Willi Schiffeler und Josef Stump) oder Renate Kleinerts „Rees no Ägypten“, das dreistündige Programm der Röher Klütten hatte sich gewaschen. Doch was wäre ein solcher Abend ohne einen grandiosen Schluss-Auftritt. Die größte Rakete zündete nämlich die unnachahmliche „Opern-Diva“ Klaus Minge. Ein mimisches und optisches Meisterstück präsentierte die „Dame“ mit den längsten Beinen in ganz Röhe auf der Bühne.

„Rüh, dat ess meng Heimat“ sangen der Männergesangsverein und seine glücklichen Gäste am Ende. Und jetzt kamen endlich auch die Würste auf den Tisch. Mit „enne Heidenspass on Bier vam Fass“ ließen so alle gemeinsam den tollen karnevalistischen Abend ausklingen.

(sh)


„Ich bin 66 Jahre alt. Nicht schlecht, oder?“: Operndiva Klaus Minge trat als grandioser Schlusspunkt beim „Wuesch-Eiße“ des MGV St. Gregorius Eschweiler-Röhe auf. Foto: Stefan Herrmann


 

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